Aktuelle News 

4. & 5. August 2018

Heiße Kämpfe am Lückendorfer Berg

Gruppenaufnahme aller Gespannfahrer vor dem Start

 

Bereits im Vorfeld des Lückendorfer Bergrennens 2018 wurden die ersten Rekorde registriert, aber in Grad Celsius mit 36°. Hut ab vor den Helfern beim Streckenaufbau, viel Stroh und nochmals Stroh, aber noch mehr Staub und Schweiß. Es hat wohl selten so viele Stoßgebete zu „Florian“ den Schutzpatron der Feuerwehrleute wie vor und an diesem Wochenende gegeben, dass es zu keinem Veranstaltungsverbot bzw. Waldbrandeinsatz kommt – es hat geholfen.

 

 

 

 

Wir feiern 95 Jahre Lückendorfer Bergrennen. Viele Zuschauer  bei der gesamten „Historik Mobil“ hatten viel Freude, interessante Technik und gut gefüllte Starterfelder aus insgesamt 17 Klassen, davon allein 12 Motorradrennklassen mit dem Schwerpunkt des „Internationalen Deutschen Bergpreis“ gab es im ständigen Wechsel an beiden Tagen zu bewundern.

Sehr erfreulich war bereits in der Klasse 1 für die wirklich alte Motorradrenntechnik der Zuwachs in diesem Jahr zu bemerken, aus Gründen der Rücksichtnahme auf die historisch wertvollen Exponate wurde im Gleichmäßigkeitsmodus gefahren.

Wann sieht man denn mal Raritäten wie Excelsior Manxman, Triumph Grand Prix, FN - Sport, Rex Acme, Rudge Ulster, Ariel Red Hunter, Diamant G 500, Kühne, Rovin Tour de France, Opel Motoclub, DKW Ladepumpe, und, und, traumhaft in Action und zum Anfassen – wenn man gefragt hat. Erstmalig war eine interne AWO Klasse am Start, das Feld war nicht groß, aber fein. Mit dabei Torsten Busch aus Weißenfels, in der Szene ist er langjährig bekannt, als Fachmann mit seinen Repliken und auch als forscher  Fahrer. Es war zu erwarten, dass er der „imaginäre AWO Bergkönig“ wird und hat das auch mit seinen Fahrzeiten unter Beweis gestellt. In 02:06,531min knackte er die 100 km/h Marke und siegte vor Jens Herford aus Zittau und Daniel Krauß aus Dresden.

Eine große Überraschung für das Publikum war der Start von Heinz Rosner auf der  MZ Werksmaschine, da kam Begeisterung auf. Genau vor 55 Jahren startete er hier auf der RE 125 und siegte am 04.08.1963. Wie er hier seine 300 cm² Werksrennmaschine den Berg hinauf trieb, immer noch  schlank und in seiner eleganten Fahrerhaltung ohne Knieschleifer und im engen schwarzen Rennleder war ganz einfach ein Genuss für das Auge. Wie er selbst sagte, geht die Maschine, mit dem von Bernd Köhler betreuten Motor, bestialisch. Er siegte in 1:58,635 überlegen vor Vaclav Martinek aus „Böhmen“ auf Yamaha und Martin Riedel auf Benelli. Auch weitere ehemalige, prominente Fahrer mit Podiumsplätzen aus dieser Zeit waren noch aktiv am Start, Gerhard Thümmel 1963 mit Platz 2 und 1966 Sieger auf MZ RE 125, ebenso als Stammgast Eckehard Aurich mit der „sauschnellen“ Kreidler und mit der Norton Dominator hatte einige Podestplätze auf seinem Konto. Wolfram Trabitzsch, der Sieger des „Großen Preis des ADMV der DDR“ von 1979 präsentierte seine leistungsstarke MZ 250 cm³ Eigenbau. Günter Blodig noch aus frühen Jahren von der „Spinne“ bekannt führte eine blitzsaubere MZ RE 125 vor. Ehrenmitglied sollte wohl Klaus Pellert beim Bergrennen werden, seit 60 Jahren fährt der 80-jährige Rennen. 1962 siegte er vor Stromhardt Kraft  beim Bergrennen und stand aktuell in 3 Klassen am Start. In der Klasse 2 belegte er mit seiner MZ den 2. Platz vor Wolfgang Kilschautzski und hinter Manfred Stein. Den „I“ Punkt setzte er aber in der Klasse 3 mit einem Sieg auf der Honda RS.

Bemerkenswert war unter den Solisten das Rennen der Klasse 9 für die Motorräder über 650 cm³ bis Bj.1994, hier waren die schnellsten Jungens unter sich, in beachtlicher Manier wurde hier buchstäblich der Berg erstürmt. Stefan Dobler aus Österreich schaffte eine Rekordzeit in 01:36,820 = 135,79 km/h auf seiner Suzuki Z1000J von 1981. An diesem Tag sprach wohl niemand von einem neuen Bergkönig, die schnellste Zeit lag bisher bei 134,33 km/h und er war es! Phillip Ludwig aus Kranzberg kam auf der Suzuki GSXR-RR 750  auf den 2. Platz vor Nicolas Descher aus Bregenz auf der Honda CB 750.

Noch ein paar Worte zu den zahlreichen Wagen in unterschiedlichen Klassen, tolle Bilder, schöne Rennwagen aus verschiedenen Epochen fuhren im Gleichmäßigkeitsmodus. Der „Scharfrichter“ wurde eine Schikane um zu schnelles Fahren zu minimieren. Das Kunststoffprovisorium wurde böse traktiert und sorgte für einige Unterbrechungen und Ärger. Aber, der Vorschlag kam ursprünglich von aktiven Fahrern. Zur Überraschung vieler Zuschauer gab es Wagenfahrer, die unter die wenig begabten zählten, aber auch Fahrer mit hohem Qualititäspotenzial und über viele Jahre hinterm Lenkrad sportlich aktiv. Für diese Gilde war die Schikane keine Schikane, man musste nur damit umgehen können. Es war ein Schauspiel zu beobachten wie insbesondere mit größeren Fahrzeugen dieser Knackpunkt gemeistert wurde. Dazu Hagen Kaufmann bekannt als Pilot mit einem 6 Liter „Mustang“, „damit habe ich kein Problem, man muss aber Autofahren können!“

Wer waren überhaupt die schnellsten Fahrer in den 3 Etappen der Lückendorfgeschichte? 1931 war der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti  in einer Fahrzeit von 2:06,7 = 113, 6 km/h Bergrekordhalter aller Vorkriegsrennen im Wagen. 1932 hatte Tom Bullus die Ehre auf der Werks NSU schnellster Motorradfahrer aller Vorkriegsrennen auf der 5 Kilometer Strecke in 2:40,6 = 112,078 km/h zu sein. 1966 war Jürgen Megel auf MZ 250 schnellster Motorradfahrer der Nachkriegsrennen mit 122 km/h. 1966 wurde Willy Lehman Bergkönig aller Rennen bis 1970 auf dem SEG Wartburg mit 1:47,0  = 131,7 km/h. Fritz Behringer und Joachim Reichert setzten 2014 ein Achtungszeichen mit dem Bergrekord mit ihrem Gespann in 1:37,87 min = 134,33 km/h.

Nun kann es losgehen, unterm Strich erleben die Besucher über 270 Renn-, bzw Sportfahrzeuge  aus 6 Nationen auf dem einzigen offiziellen Bergrennkurs für Rennmotorräder und ältester, noch befahrener Rennstrecke Deutschlands überhaupt. Natürlich wird das Hauptaugenmerk auf den 2 x 3 Gespannrennen liegen.

Am Samstag siegten in der K1 die sympathischen Franzosen Jean-Paul und William Steiner auf BMW Boll in 1:55,765 (es ist immer der jeweils schnellste Durchgang genannt)  vor Kunz/Reichardt aus Lichtenstein mit dem RS 69S Kneeler und den Grundingers aus Linz. Die K 2 dominierten Vater und Sohn Huml aus Pribram mit dem 700 cm³ König „Windle“ Gespann in 1:43,72 = 127,76 km/h vor Neubauer/Dahlke und vor Bonetti/Riedmann aus Österreich mit dem Guzzi V7 Sport.

Die K3, stärkstes Starterfeld mit den „Granaten“ der FI und FII versprach Spannung pur. Mit einem Sieg in der K3 konnten sich die Lokalmatadoren Ansorge/Lüttke mit der Windle Yamaha freuen, Peter mit Helga Gierlinger kamen im harten Fighten auf den 2. Platz vor den Schweizern Greil/Greil.

Das Sonntagsrennen konnte beginnen, in der K1 T siegten wieder die die Franzosen Steiner mit der von Zeit 01:57,715, den Platz 2 holten Kunz/ Reichardt vor Masuck/ Masuck. Die Huml`s schafften es in der K2  tatsächlich auch wieder ganz oben zu stehen und haben damit alle 8 Rennen des gesamten IDB dominiert. Die Plätze 2 und 3 waren das Double aus dem 1. Rennen. Der Höhepunkt war erreicht und die Gierlingers verbesserten ihre Zeit mit 01:39,018 = 129,50 km/h und fuhren damit zum Sieg vor den Lokalmatadoren Ansorge/Lüttke, sie waren langsamer als den Tag zuvor und konnten sich trotzdem über Platz 2 vor Greil/Greil freuen. Somit existiert Fritzes Behringer Titel als Bergkönig für die Gespanne ein weiteres Jahr. Im Rahmen der IDB Rennen gab es 2 Rennen mit einer Sonderwertung für die Gastfahrer, aus verschiedenen Gründen eine gute Lösung des Veranstalters. Beide Rennen konnten die Großschönauer  Kahle/Räder als Sieger beenden.

 

Text/Fotos: Jürgen Kießlich

 

24.06.2018

 

NACHRUF

 

Am 18. Juni 2018 verstarb unser Vereinsfreund Rainer Apelt.


Er gehörte über viele Jahre zum Stamm der treuen Oldtimerfreunde. Seit 2000 war er Helfer beim Lückendorfer Bergrennen und auch im Oldtimermuseum Großschönau war er ein geschätzer Mitarbeiter und Mitgestalter. 

Der MC Robur Zittau e.V. wird Rainer stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.
 

 

Frank Liebich, Sylvia Miersch und Klaus Riedel 
Vereinsvorstand des MC Robur Zittau e.V.

 

 

 

           

Im folgenden Artikel aus der TOP SPEED 11/2013 berichtet Jürgen Kießlich aus Rainer Apelts Leben:

 

Rainer Apelt, Sammler und Restaurator aus Leidenschaft

 

Hier soll einer jener Männer vorgestellt werden, die ihr Leben mit alten Kraftfahrzeugen über das Normalmaß hinaus gestaltet haben, welche dieses hochinteressante und zeitintensive Hobby mit dem Geschick ihrer „goldenen Hände“ und viel Mühen, aber auch Entbehrungen und voller Leidenschaft erfüllen.

 

Ernst „Klacks“ Leverkus formulierte es einmal während einem Motorradfahrertreffen in Zittau folgendermaßen: „Solche Leute, wie ich sie hier kennen lernte, kann man mit einem rostigen Nagel auf einer einsamen Insel aussetzen und nach einem Jahr wieder mit einem fertigen Motorrad abholen!“ So ein Typ war unser Freund, er gehörte nicht zu den mit Hightech ausgestatten Profis der Restaurierung. Er arbeitete in einer etwas erweiterten Garage an seinen Objekten und bei ihm stand noch die Handarbeit, die Liebe zum Detail und die Freude daran im Vordergrund.

 

Seine Wiege stand 1937 östlich von Zittau an der Neiße in Kleinschönau, heute Siniawka in Polen. Aufgrund der Umsiedlungen nach den Kriegswirren erlebte er seine weitere Kindheit in Zittau, wo er auch von 1951 bis 1954 eine Lehre als Kraftfahrzeugmechaniker absolvierte. Die Gene zum Metallhandwerk wurden ihm vom Großvater übertragen, dieser war der letzte Werkzeugschmied in den Jonsdorfer Mühlsteinbrüchen. Seit Generationen wurden im Zittauer Gebirge Mühlsteine aus den Felsen gemeißelt, so auch in den Mühlsteinbrüchen in der Nähe des Kurort Jonsdorf. Die schwere Handarbeit erforderte scharfe Werkzeuge, diese wurden unmittelbar vor Ort vom Schmied angefertigt und geschärft. Apelts Großvater versah diese Tätigkeit bis 1915 zur Einstellung der Arbeiten in den Brüchen. Rainer Apelt sah sich verpflichtet gegenüber seinem Großvater und der Traditionspflege, diesen seltenen Berufszweig so lang wie möglich der Nachwelt zu erhalten. Deshalb wurde die Schmiede bei territorialen Festen in Betrieb genommen und ein Schauschmieden veranstaltet. Der Meister stand selbst am Feuer und Amboss. Verständlich das sein Interesse bereits in früher Jugend den Kraftfahrzeugen galt und er 1956 sein erstes Motorrad erwarb. Der Erstling war eine DKW Blutblase, ein gutes Einstiegsobjekt für den Beginn eines Motorradfahrerlebens. Es war die erste Übung einer langen Schrauberlaufbahn. Zu jener Zeit nahm ja auch bei derartigen Objekten das Wort Restaurierung kein Mensch in den Mund. Es wurde nach Herzenslust geschraubt, gebastelt, mit irgendwelchen Dingen die gerade für das Fahrzeug geeignet waren um- und angebaut, fahren musste das Gerät. Selbst zur Absicherung für den Lebensunterhalt war zu jener Zeit jedes Fahrzeug eine enorme Hilfe, egal ob groß oder klein.

 

1957 folgte ein richtiger Hammer, eine umgebaute BMW R 75 mit Seitenwagen war zu jener Zeit eine Sensation, damit war man der König auf den Straßen, wo man mit so etwas auftauchte war man umlagert als wenn man heute mit einem Lamborghini vor dem Baumarkt auftaucht. Das Stück war schon stark verbastelt, der Motor entsprach dem Typ R 75, der Rahmen war von einer R 61 aus dem Jahr 1938 und viele andere Teile wurde eben passend gemacht ohne nach der Herkunft zu fragen. Zu fahren war das Teil nicht ganz ohne Probleme, denn die Konstrukteure der R 75 hatten nicht umsonst, aufgrund des Seitenwagenantriebs mit notwendigem Differential den hinteren Rahmenteil ohne Federung konzipiert. Das Fahren mit der Geradwegfederung der R 61 verlangte Kompromisse im Fahrbetrieb, aber auch das funktionierte nach einiger Übung problemlos. Wenig später folgte 1958 eine 350 ccm Victoria KR 35 S, mit welcher ein Ventilabriss (logo – im Motor) genau auf dem „Blauen Wunder“ in Dresden noch heute in guter Erinnerung ist.

Im Laufe der Zeit folgten weitere Raritäten. Aufbauen, etwas Freude damit haben und wieder verkaufen, so ging es von Stück zu Stück weiter. Trotz aller Eigenarbeit ging das natürlich nicht ohne Geldausgaben und so restaurierte der begnadete Edelschrauber für Freunde und Bekannte viele Oldtimer. Neben den gängigen Typen aus der DDR Geschichte gab es nennenswerte Projekte zur Restaurierung, wie eine der seltenen Opel Motoclub, eine DKW von 1926, sehr viel Aufwand bereitete eine arg verschlissene BMW R 42, aber auch ein Citroen C4 konnte mit viel handwerklichem Geschick wieder auf seinen eigenen Rädern fahren.

Wer rastet der rostet, war eine der Lebensmaximen von Rainer Apelt, unter dieser Devise entstanden in den letzten Jahren weitere äußerst sehenswerte Projekte. Um seiner Frau auch einmal eine Freude zu bereiten restaurierte er ein Goggomobil TS 250 Coupe zu einer wunderschönen, kleinen Augenweide. Der Herr der Schöpfung sollte auch nicht zu kurz kommen und er erwarb einen Mercedes 280 S/8 von 1970 aus einer Scheune. Das Fahrzeug stand viele Jahre den Hühnern des früheren Besitzers als Lagerplatz zur Verfügung und war unter zehntimerdicken Kotschichten versteckt. Die Bodengruppe, Radkästen, etc. waren total, großflächig durchrostet, aber er nahm die Herausforderung an. Bis heute konnte die „Staatskarosse“ gelegentlich bei Ausfahrten bewundert werden. Über Arbeitszeit, Geldeinsatz und viele Liter Schweiß, aber auch Nerven wollen wir letztendlich am entstandenen Schmuckstück nicht sprechen.

Daneben steht in einer Garage ein Opel Olympia 1,5 aus dem Jahr 1938, weit über  2000 Arbeitsstunden investierte er in diesen Neuaufbau. Viele Teile musste er nachfertigen, schmunzelnd berichtete er über die Beschaffung der Stoßstangen. Über Verbindungen konnte er einen Sammler in Belgien ausfindig machen, dieser bot ihm die Teile zur Aufarbeitung für einen angenehmen Preis an. Der Herr beförderte die Stoßstangen auf dem Postweg nach Deutschland, unser Freund wurde vom Zollamt zur Übernahme der Sendung gebeten. Dort verging ihm die Freude über die langgesuchten Stücke, denn der Preis, den er dort entrichten musste, sprich Zoll und etc. lag über dem mehrfachen Wert der Anschaffung, man lernt eben nie aus.

In der Tschechischen Republik stöberte er eine Ariel Typ D mit Seitenwagen von 1928 in guter Substanz und restaurierungswürdig auf. Daraus wurde unter seinen geschickten Händen wieder ein Schmuckstück, so gut, dass er 2002 beim Eigenbautreffen der TÜV Akademie in Zittau den ersten Platz in der Kategorie restaurierte Oldtimer belegte.

Viele Jahre führte er mit dem Eigentümer einer zerlegten BSA Gold Star ZB 32 von 1962 Gespräche über den Besitzwechsel. Eine weitere Lebensmaxime des besessenen Schraubers lautete: Beharrlichkeit führt oft zum Ziel. Tatsächlich kam der Tag dann ganz unerwartet und er durfte sich die Teile abholen.

Ein letztes Beispiel soll noch angeführt werden, Ende der sechziger Jahre gelang ihm der Kauf einer BMW R 26 Baujahr 1956 im guten Zustand. Für die damaligen Verhältnisse in der DDR war das ein großer Glücksumstand so ein relativ junges Fahrzeug aus westlicher Produktion zu erwerben. Auf Empfehlung des Autors, der selbst im Besitz einer gleichen Rarität war (siehe TS 10/13), veräußerte er das gute Stück an einen weiteren Motorradliebhaber. Nach vielen Versuchen wieder so ein Modell zu erhalten, hatte er 2011 endlich Erfolg. Es war sein erstes Internetgeschäft ohne Erfahrung und fiel ihm auf die Füße, einfach ausgedrückt, es war eine „Printe“ und außerdem nicht billig. So richtig kamen die unzähligen Schäden erst nach dem totalen Zerlegen zum Vorschein. Ein verbogener Rahmen, an den außerdem katastrophal laienhafte Schweißarbeiten getätigt wurden, nahmen ihm aber nicht den Mut, er war Schlimmeres gewöhnt. Wenn er dann einmal Lust hatte, die Leute nicht mit einem Oldtimer im Straßenverkehr zu begeistern, bestieg er sein BMW R 100 R Gespann und es ging auf die schnelle Kurvenhatz auf drei Rädern durch das schöne Zittauer Gebirge.

Trotz seiner vielen Arbeit, denn er gehörte nach allem Geschilderten in den Kreis der Rentner ohne Zeit, stellte er seine Fähigkeiten in den Dienst der Allgemeinnützigkeit.

 

Im Motorveteranen und Technikmuseum von Großschönau stand er jederzeit zu Führungen im Kalender und arbeitete seit Jahren fleißig an den Vorbereitungen im neuen Museumsobjekt mit. Als Gegenpol oder Ausgleich zu seiner Schrauberleidenschaft widmete er sich außerdem einem völlig gegensätzlichen Hobby, seit 1973 war er ein qualifizierter Hobbyimker. 

 

Anmerkung der Red.:  Der Bericht wurde aus aktuellem Anlass abgeändert. 

 

07. April 2018

Frühjahrstraining des MC Robur Zittau E.V. auf dem Flugplatz in Bautzen
 

Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden: Das Frühjahrstraining des MC Robur Zittau e.V.

Unter Leitung des Sportfreundes Hagen Kaufmann fand am 7. April auf dem Flugplatz Bautzen das diesjährige Frühjahrstraining für Motorräder, Gespanne und Automobile statt.

Bei allerschönstem Wetter fanden sich über 35 Teilnehmer mit ihren Motorrädern, Gespannen, Automobil sowie Quads und Supermotos auf dem Flugplatz ein. Besonders groß war unsere Freude über die zahlreichen Gaststarter, die unserer Einladung gefolgt waren. Nachdem nun alle Fahrzeuge für die Trainings- und Einstellverfahren vorbereitet waren, gab es durch Sportfreund Kaufmann eine kurze Fahrerbesprechung und schon ging es los.


Gestartet wurde auf dem ca. 1 km langen Rundkurs in drei Gruppen, so dass jeder Teilnehmer sein Fahrzeug testen und einstellen konnte. Unser Dank gilt den Helfern für die Streckenabsicherung. Besonders möchten wir uns bei Sportfreund Bernd Hartmann bedanken, der uns als lizenzierter Sportwart der Streckensicherung während des Tages zur Seite stand.

Sportfreund Dietmar Augustin begleitete die Fahrer während des Tages als Fotograf und stellte uns die besten Schnappschüsse zur Verfügung, damit alle eine schöne Erinnerung an das Training haben. Wir sagen Dietmar dafür danke und freuen uns darauf, ihn bald wieder begrüßen zu können. 
Die lobenden Worte der Teilnehmer zeigten uns, dass es ein gelungener Trainingstag für alle Fahrer und ihre Helfer war.

 

Danke an alle Teilnehmer für die ausgezeichnete Disziplin.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zum Frühjahrstraining 2019.

 

Gabi Herrmann | Fotos: Dietmar Augustin

24. Februar 2018

Saisoneröffnung für den ADMV-Classic-Cup 2018

 

Der Vorstand des Classic- Cups führte am 24. Februar für alle Veranstalter des Jahres im Braugut Hartmannsdorf eine Informationsveranstaltung für das Jahr 2018 durch.

 

Am 25. Februar trafen sich die Fahrer für Motorräder, Gespanne und Autos im Braugut zu ihrer jährlichen Fahrerbesprechung. Die Freude auf das Wiedersehen nach der Winterpause war groß. Schon vor der offiziellen Eröffnung kam es nach der Winterpause zur herzlichen  Begrüßung der Fahrer durch den Vorstand und der Aktiven untereinander.

 

Um 10.00 Uhr wurde durch den Vorstand die offizielle Eröffnung vorgenommen und alle Aktiven sowie ihre angereisten Helfer und Gäste wurden herzlich durch den Sportfreund Erhard Gärtner begrüßt.  

Die Tagesordnung beinhaltete allgemeine Informationen, geplante Veranstaltungen, die neue Jahresausscheibung, Informationen zu Fahrsicherheit, zur Technik, Bekleidung etc. sowie die Fahrzeugpässe und Fahrzeugabnahme. Eine Fragestunde rundete die Veranstaltung ab.

Änderungen im Vorstand wurden Anwesenden wie folgt bekanntgegeben:

              

                   2. Vorsitzender und Öffentlichkeitsarbeit               Thomas Hattwig

                  Jugendwart                                                               Ronny Opitz

                  Operative Dinge                                                        Thomas Zeun

                  Umweltverantwortlicher                                           Lutz Jäger

                  Schatzmeister                                                           Renate Sakschewsky

                  Kassenprüfer                                                             Bärbel Hattwig

                  Kassenprüfer                                                             Volker Maas

 

Der Vorsitzende nahm eine statistische Wertung der Teilnehmer an den Cupveranstaltungen vor und lobte den relativ gleichbleibenden Fahrerstamm in den Wertungsläufen,  was die Aktiven sehr freute. Der Geschäftsführer des ADMV, Harald Täger, informierte die Fahrer u.a. über vorgesehene neue  Bestimmungen zum Thema Lizenzen, wobei es nach Abschluss der Gespräche noch offizielle Informationen geben wird.

 

Sportfreund Hattwig zog ein Resümee des vergangenen Jahres und gab Ausblicke für 2018 bis hin zu Informationen für das Sportjahr 2019.

 

Unser aktiver Motorradfahrer Uwe Wetzkow gab Hinweise über Möglichkeiten des Fahrens im Motodrom in Most 2019. Dieses Angebot können sich alle Aktiven überlegen und es wird um ein reges Feedback gebeten, damit rechtzeitig die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können. Gern begrüßen wir auch Fahrer aus dem Bekanntenkreis unserer Aktiven, die dafür ihr Interesse zeigen.

 

Lutz Jäger in seiner neuen Funktion als  Umweltverantwortlicher gab wichtige Hinweise, worauf in der kommenden Saison beim Umweltschutz im Fahrerlager und auf der Strecke zu achten ist. Für anstehende Sicherheitsfragen gab es Informationen vom Sportfreund Macioschek. Verwiesen wurde auf wichtige Punkte, welche durch die Fahrer und Veranstalter einzuhalten sind.        

Der Vorsitzende stellte im Rahmen der Veranstaltung einen Nachwuchsfahrer innerhalb des Classic-Cups vor. Abschließend gab es noch eine Information zu veränderten Terminen der kommenden Saison.

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten noch viele Benzingespräche über die anstehenden Läufe des Cups in diesem Jahr unter den Aktiven und ihren angereisten Helfern. Nach einem guten Mittagessen begaben sich die Fahrer dann auf die Heimreise, schon heute mit großer Freude und Erwartung auf das Wiedersehen bei der Maschinenabnahme und auf den ersten Wertungslauf in Zschopau.

 

Danke an den Vorstand des Classic-Cups für diese gelungene Auftaktveranstaltung.

 

Text: Gabi Herrmann

 

11.11.2017

Ein Fest für alle Helfer/innen des Lückendorfer Bergrennens sowie des Motorradfahrertreffens 2017 fand am 11.11.2017 im Dorfgemeinschaftshaus Lückendorf statt.

 

Danke noch einmal an die Vereinsspitze des MC Robur e.V. für die Ausrichtung dieses Festes, welches ein würdiger Abschluss für beide Veranstaltungen war und ja, man kann es gar nicht oft genug sagen: Danke an dieser Stelle noch einmal Allen, für Ihr uneigennütziges Engagement und Ihren Einsatz, denn ohne Euch gäbe es das Lückendorfer Bergrennen und auch das Motorradfahrertreffen nicht!

 

Fotos: Gaby Herrmann

28. Mai 2017

18. Zschopauer Classic für historische Renn- und Sportfahrzeuge

 

Am Sonntag, dem 28. Mai 2017 war es wieder so weit. Die 18. Zschopauer Classic für historische Renn- und Sportfahrzeuge begrüßte ihre Fahrer und Gäste. Schon am Samstag reisten viele der aktiven Fahrer zu dem diesjährigen Bergrennen an.

Der MSC Schwartenberg konnte zirka 300 Fahrer in den Soloklassen, Gespannen und Autos an diesem Wochenende begrüßen.

Am Vormittag fanden das freie Training sowie das Pflichttraining in allen Klassen statt. Nach einer Mittagspause für die Aktiven und Organisatoren gingen dann die bei den Motorrädern die Solo- und Gespannfahrzeuge an den Start. Ebenfalls absolvierten die Autos ihre zwei Wertungsläufe, um ihre Sieger zu ermitteln.

 

 

Der MC Robur-Zittau e.V. wurde an diesem Wochenende durch den Sportfreund Erhard Gärtner mit seinem Seitenwagengespann BSA M23 mit der Startnummer 63 vertreten. Sportfreund Gärtner belegte beim diesjährigen Bergrennen den Platz 11 in der Gesamtwertung. Im Rahmen des ADMC-Classic-Cups  konnte er sich damit 13 Wertungs-punkte sichern. Insgesamt 30 Punkte sind nun schon auf seinem Wertungskonto im Classic-Cup zu verzeichnen. Insgesamt können alle Teilnehmer auf ein schönes Rennsportwochenende im Classic-Rennsport zurückblicken. Wir danken allen Helfern rund um den Veranstalter für die gelungene Veranstaltung und freuen uns auf das Jahr 2018.

 

 

Gabi & Rolf Herrmann

 

29.-30. April 2017

21. Internationaler Autobahnspinne-Wettbewerb 2017

 

Der Erinnerungslauf am 29. und 30. April an die Dresdner Autobahnspinne stand ganz im Zeichen der Ehrung des ehemaligen größten Weixdorfer Sportlers, dem Rennfahrer Ewald Kluge.

Natürlich fand der Erinnerungslauf nicht auf dem historischen Autobahndreieck statt. Eine Sperrung der historischen Rennstrecke würde sich heute für den Verkehr als zu problematisch erweisen. Unweit des ehemaligen Autobahndreiecks befindet sich der neue Rundkurs. Dieser erstreckt sich auf der Verbindungsstraße zwischen Weixdorf und Marsdorf  sowie Marsdorf und der Alten Moritzburger Straße.

An den Start gingen an diesem Wochenende wieder zahlreiche Solo- und Seitenwagen-rennmaschinen.

 

Das Motto der Veranstaltung auf dem 2 km langen Rundkurs war  der Sieg von Ewald Kluge vor 65 Jahren auf der Autobahnspinne. Ewald Kluge, - geboren 1909 in Lausa bei Dresden / gestorben 1964 in Ingolstadt -  gilt als einer bedeutendsten und erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer. 1952 siegte Ewald Kluge mit seiner 250 ccm DKW-Rennmaschine auf der legendären Autobahnspinne.

 

Der MC Robur Zittau e.V. war an diesem Wochenende durch die Sportfreunde Bernd Knöbel auf seiner MZ Eigenbau – Baujahr 1979 mit 244 ccm -, Jens Herfort mit der AWO 250/1 – Baujahr 1953 mit 250 ccm  und  Erhard Gärtner mit seinem Seitenwagenrenngespann BSA M23 mit einem Hubraum von 449 ccm aus dem Jahr 1939 vertreten.  Leider schied Bernd Knöbel durch einen Motorschaden vorzeitig aus. Jens Herfort belegte mit seiner AWO den 19. Platz und Sportfreund Erhard Gärtner konnte an diesem Wochenende im Rahmen des Wettbewerbes einen erfolgreichen 2. Platz erreichen. Dazu gratulieren wir und wünschen für weitere Rennen alles Gute.

 

Gabi & Rolf Herrmann

 

2. April 2017

22.

Frühjahrstraining 2017

 

Am 02. April 2017 fand bei sensationellem Wetter mit strahlendem Sonnenschein unser Frühjahrstraining auf dem Flugplatz Bautzen statt. Hauptaugenmerk natürlich auf Einstell- und Probefahrten für Motorräder, Gespanne und Automobile.

Nicht nur Spinnweben wurden entfernt J - die Teilnehmer, die zu unserer Veranstaltung vor Ort waren konnten ihre Zwei- und Dreirädrigen Fahrzeuge endlich wieder für den bevorstehenden Saisonstart testen und technische Mängel beseitigen.

Gemeinsam macht sowas natürlich Spaß – noch dazu bei solchem Wetter!

 

Ohne größere Zwischenfälle konnten die knapp 20 Teilnehmer an diesem herrlichen Frühlingstag Ihr Training absolvieren. Nach der langen Winterpause war den Gesichtern die Freude über den Start in die Saison förmlich abzulesen. :o)

 

Unser Dank geht von hier aus an alle Sportfreunde, die die Durchführung dieser Veranstaltung durch Ihr Engagement ermöglicht haben. Den Teilnehmern danken wir für Ihre Disziplin und wünschen allen Motorsportlern, ob Zwei-, Drei-, und Vier Rad eine erfolgreiche und unfallfreie Saison 2017.
 

André Hermann

 

feierliche Übergabe des Schecks durch die Sparkassenstiftung - vlnr: Sylvia Miersch, OB Thomas Zenker, Landrat Bernd Lange, Hagen Kaufmann, Regina Risy, Frank Liebich, Klaus Riesel, Horst Werner

Dankeschön Veranstaltung  

11.11.2018

 

Das Dankeschön-Fest für alle Helfer/innen des Lückendorfer Bergrennens, sowie des Motorradfahrertreffens 2017 fand am letzten 11. November 2017 statt.
Danke noch einmal an die Vereinsspitze des MC Robur e.V. für die Ausrichtung dieses Festes, welches ein würdiger Abschluss für beide Veranstaltungen war und ja, man kann es gar nicht oft genug sagen: 
Danke an dieser Stelle noch einmal Allen, für Ihr uneigennütziges Engagement und Ihren Einsatz, denn ohne Euch gäbe es das Lückendorfer Bergrennen und auch das Motorradfahrertreffen nicht!

NEUE POKALE ZUM BERGRENNEN 2016

03.08.2016

 

Passend zu unserer wirklich traumhaften Naturrennstrecke gibt es in diesem Jahr außergewöhnliche Pokale von den Teilnehmern abzustauben, von denen alle absolute Unikate und 100 % Handarbeit sind!


Kerstin & Lothar von der Firma ost-art hatten die Idee dazu. " Wenn wir schon ein Bergrennen im Wald haben, dann müssen auch die Pokale aus dem richtigen Holz sein!" so Kerstin Ulbrich. Gesagt getan.

Die Firma Truskat sprang als Holzlieferant ein und die Fertigstellung übernahmen  Kerstin & Lothar in zahlreichen schlaflosen Nächten :o).  Endprodukt waren dann diese hölzernen Prachtstücke, von denen wir alle mehr als angetan sind!

Die Sieger können sich also in diesem Jahr über Pokale aus Eiche freuen, die 2. Plätze bekommen Exemplare aus Hainbuche und die 3. Plätze jeweils ihre Pokale aus Rotbuchenholz.

Scheckübergabe durch die SPARKASSENSTIFTUNG

28.06.2016

 

Glückliche Gesichter im Fahrerlager …

Heute erfolgte um 16 Uhr im Fahrerlager Eichgraben die offizielle Übergabe des Schecks zum Ausbau unseres Fahrerlagers seitens der Sparkassenstiftung.

Der Vorsitzende des Sparkassen Stiftungsrates, Herr Bernd Lange und die Geschäftsführerin des Sparkassen Stiftungsrates Frau Regina Risy überreichten heute offiziell den 5000 Euro-Scheck, mit dem die Sparkassenstiftung den Ausbau unseres neuen Fahrerlagers fördert. Auch unser Zittauer OB, Herr Thomas Zenker war zu diesem feierlichen Ereignis unser Gast.

Mit strahlenden Gesichtern nahmen unsere Vorstandsmitglieder den Scheck entgegen und nach einer kleinen feierlichen Ansprache konnten sich alle vor Ort über die baulichen Fortschritte informieren. Durch die Firma FRANKE BAU – Hainewalde geht dieser Ausbau nun zügig voran und wir freuen uns, dass wir pünktlich zum Start des Lückendorfer Bergrennens 2016 das neue Fahrerlager einweihen dürfen. 


Vielen, Vielen Dank !

Der MC Robur Zittau e.V.

Artikel aus der SZ vom 23.12.2016 - zum Vergrößern bitte in das Bild klicken

 

 

Artikel aus der SZ vom 13.09.2016 - zum Vergrößern bitte in das Bild klicken